Herz-MRT (Cardio-MRT)

Die Herz-MRT ist die einzige Methode, die die Möglichkeiten des Herzkatheters, Herz-Ultraschalls und der Herz-Szintigraphie in einer Untersuchung zur bestmöglichen Beurteilung des Herzmuskels (Myokard) vereinigt.

 

Herz-MRT zur Funktionsuntersuchung!

Der Herzmuskel kann durch viele Krankheiten geschädigt werden.

Mit der Herz-MRT kann - ohne Röntgenstrahlung - das schlagende Herz beurteilt werden. Weiterhin ist es möglich, die Funktionsfähigkeit der Herzklappen zu prüfen und die Beschaffenheit des Herzmuskels einzuschätzen. So kann erkannt werden, ob möglicherweise Entzündungen, Narben  oder andere Herzmuskelveränderungen vorliegen. Herzfehler lassen sich gut darstellen und die Durchblutung des Herzmuskels überprüfen.

Neben der Koronaren Herzkrankheit und dem Herzinfarkt sind es Muskelentzündungen, krankhaft große Muskelmasse, Herzvergrößerung, Herzklappenfehler, Störungen der Lungendurchblutung u. a., die die Muskelkraft massiv herabsetzen können, zu vollständigem Bewegungsverlust, zumindest aber unter Belastung zu Bereichen verminderter Sauerstoffzufuhr in der Herzmuskelwand führen können.

 

Bei der Herz-MRT Untersuchung gibt es keine Strahlenbelastung. Bei dieser Technologie werden elektromagnetische Felder angewendet, die nach heutigem Wissen keinen schädlichen Einfluss auf das Körpergewebe haben.

 

Herz-MRT Belastungstest

Um zu erkennen, ob der Herzmuskel in allen Bereichen gut durchblutet ist, wenden wir die MR-Herzperfusion an. Mit der Herzperfusions-Ruhe-Stress-MRT können wir feststellen, ob Herzmuskelareale vorliegen, die unter Belastung nicht ausreichend durchblutet werden. Dazu wird dem Patienen über die Vene ein Wirkstoff verabreicht, der eine körperliche Belastung (wie z. B. beim Treppensteigen oder Fahrradfahren) im MRT simuliert.

 

Wann ist ein Herz-MRT sinnvoll?

Bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten.

Bei Risikopatient für eine Herzerkrankung.

Zur umfassenden Untersuchung der Herzleistung.

Zur Beruteilung einer möglichen Beeinträchtigungen der Herzleistung nach Herzinfarkt.

Zur Beurteilung der Funktion des Herzens nach einer Herzkatheteroperation.

Nach Eingriff an den Herzkranzgefäßen zur Kontrolle nach einer Ballondilatation oder Bypass-Operation.

Zur Kontrolle des Herzens bei angeborenem Herzfehler oder nach einer Herzoperation in jungen Jahren.

Bei Patienten mit einer Aufweitung der Hauptschlagader (Aneurysma).

Zur Beurteilung der Myocard-Vitalität und Myocard-Funktion.

Beurteilung der Muskelbeurteilung.

 

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände abgeben. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

Gefäßstützen wie Stents

Gefäßclips

eine künstliche Herzklappe

eine Insulinpumpe

Metallsplitter

Tätowierungen

 

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

 

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder teilweise im Gerät.

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz.

 

Die Untersuchung dauert je nach  Fragestellung  bis zu einer halben Stunde.

 

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt. 

 

Wenn das Gerät zu eng erscheinen sollte

Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Geräts ("Platzangst"). Sollte dies für Sie zutreffen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt vorab oder mit dem Radiologen.

Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen, für uns ist das eine alltägliche Situation. Im Zweifel sollten Sie sich probeweise in das Gerät legen. Falls Beklemmungen entstehen, können wir Ihnen ein Mittel zur Entspannung geben.

Bilder oben und unten.

Bewegte MRT-Sequenzen, die eine Einengung der Aortenklappe des Herzens zeigen. Im Bild oben weist die linke Herzkammer und die Mitralklappe eine normale Funktion auf. Das Bild unten zeigt in der Mitte eine Aufsicht auf die Aortenklappe. Die drei Taschen der Aortenklappe und die Öffnungsfläche sind gut zu erkennen.